Ziele

Bunt ist keine Farbe,
bunt ist das Leben!

Leitziel I: (Was wollen wir?) 

Im Wartburgkreis lebt eine tolerante, vielfältige und demokratische Zivilgesellschaft, die niemanden ausschließt. 

Mittlerziel I.I: (Was ist dazu notwendig?) 
Fortsetzung der Unterstützung und Förderung von Akteuren im Wartburgkreis, die sich für die Vermittlung demokratischer Werte engagieren, Vorurteilen entgegenwirken und für eine vielfältige Gesellschaft in ihren unterschiedlichen Lebensweisen eintreten. Die Pluralität der Projektträger muss erhalten bleiben und sollte auch ausgebaut werden. 

Handlungsziele (Wie können wir das erreichen?) 

  • Förderung von Projekten, die verschiedene Bevölkerungs- und Altersgruppen sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenführen 
  • Förderung von intergenerativen Angeboten und Veranstaltungen, die den Teilnehmern aller Altersgruppen die Wahrnehmung kultureller Unterschiede, aber  auch von Gemeinsamkeiten ermöglichen und so zu einem Verständnis für die Situation der jeweils „Anderen“ beitragen ( Über den eigenen „Tellerrand“ hinausschauen, sich neue Perspektiven erschließen, Vorurteile und stereotype Denkmuster gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen abbauen, Alleinstellungsmerkmale akzeptieren und respektieren) 
  • Künftig mehr Angebote in den Fokus rücken, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen thematisch ansprechen und die ihre aktuelle Lebenswelt in pädagogische Konzepte einfließen lassen mit dem Ziel der Demokratiebildung, Wertevermittlung und der Stärkung demokratischer Kompetenzen (In dem Kontext soll angeregt werden, dass sich auch die drei vorhandenen Jugendforen im Wartburgkreis besser untereinander austauschen und gemeinsame Projekte initiieren)
  • Aus der Erfahrung der Förderjahre 2017 und 2018 lässt sich für die Region des Wartburgkreises schließen, dass sich Veranstaltungen und Angebote, die dem interkulturellen Austausch dienen, bewährt haben und durch die Bevölkerung gut angenommen werden. Sie setzen ein klares Statement gegen eine zunehmende Aufspaltung der Gesellschaft und Zersetzung demokratischer Werte und Normen. Gerade in den Gebieten und Ortschaften mit einem erhöhten Migrationsaufkommen, in denen es noch immer ablehnende Einstellungen gegenüber neu hinzu gewanderten Bewohner_innen gibt, bilden solche Angebote eine Brücke zwischen den Menschen und bestärken das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl.  Auf dieser Grundlage sollen daher auch im Förderjahr 2019 mindestens 3 Projekte in diesem Themenbereich angeboten werden. Die Kennziffer für eine erfolgreiche Abdeckung liegt bei mindestens 3 bis 6 im Themenbereich „Interkulturelles Zusammenleben und demokratische Wertevermittlung“. 

 
Mittlerziel I.II  
Sensibilisierung der Bevölkerung für die unterschiedlichen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie Aufklärung über extremistische und demokratiefeindliche Tendenzen und Entwicklungen. Es soll weiterhin die Befähigung zum Erkennen demokratiefeindlicher Entwicklungen und das Auseinandersetzen mit ihnen – gerade bei jungen Erwachsenen – gefördert werden. Erhalt der Erinnerungskultur. 

Handlungsziele 

  • Hier soll künftig präventiven Projekten in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Experten, die Aufklärungsarbeit über verschiedene Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit leisten, mehr Bedeutung beigemessen werden  soll sich grundsätzlich an alle Altersgruppen richten, vor allem aber junge Erwachsene und Familien sollen angesprochen werden 
  • Unterstützung von engagierten Lehrern, die sich im Wartburgkreis für Zivilcourage und gegen Rassismus an ihren Schulen einsetzen; begleitende Projekttage sollen sich mit den Themen Achtung und Respekt dem Anderen gegenüber befassen (evtl. filmisch aufbereitet); aufkeimenden antisemitischen oder anderen menschenfeindlichen Tendenzen an Schulen soll aufklärend entgegengewirkt werden) 
  • Förderung von Projekten, die fachlich-qualifiziert über die Inhalte, Methodik und Vorgehensweisen extremer Gruppen in Form von Ausstellungen / Informationsveranstaltungen und Workshops aufklären 
  • Fortschreibung der Förderung von historisch-politischer Aufklärungsarbeit v.a. im lokalen Kontext als Erinnerungskultur ( Erarbeitung eines Pilotprojekts, das sich an Jugendliche aus dem Wartburgkreis richtet: Eine Delegation Jugendlicher aus den drei Jugendforen der Planungsregionen besucht KZ-Gedenkstätte; z.B. Ausschwitz-Besuch an zwei Tagen in Verbindung mit einem Besuch der Stadt Krakau als kulturelles Zentrum; Sensibilisierung für das, was geschehen ist und sich niemals wiederholen darf) - Hier sollen weiterhin ca. 3 Projekte zum Themenbereich „Aufklärung über und Engagement gegen jegliche Form von Extremismus und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ gefördert werden   

Leitziel II 

Die Bewohner_innen jeder Altersgruppe partizipieren auf friedliche und respektvolle Art und Weise an der Ausgestaltung ihrer Lebensbereiche. Sie entwickeln und erproben innovative Ansätze politischer Beteiligung im Wartburgkreis. 

Mittlerziel II.I 

  • Ausbau und Weiterentwicklung demokratischer Erfahrungsräume sowie einer beteiligungsorientierten Alltagskultur und Unterstützung des Jugendforums als Gremium zur Interessenvertretung der Jugendlichen; Möglichkeiten der Vernetzung und gemeinsame Interessen prüfen ( Zusammenarbeit der drei Jugendforen im Wartburgkreis prüfen bzw. Kompetenzbündelung der einzelnen Fachbetreuer für gemeinsame Projekte, die der Demokratieförderung dienen) 
  • Entwicklung und Unterstützung von Projekten, die der politischen Bildung und demokratischen Wertevermittlung junger Menschen dienen ( Anregung von pädagogischen Konzepten, die den Jugendlichen ein Gefühl von Mitbestimmung geben und gleichzeitig das Verantwortungsbewusstsein stärken)  
  • Unterstützung der (Weiter-)Entwicklung und Implementierung kommunaler Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen (z.B. „Jugendgemeinderat“) sowie Einbindung in bestehende lokale und kommunale Beteiligungsstrukturen / Erweiterung bestehender für eine aktive Einbindung der Jugendlichen in Entscheidungsprozesse ( Zusammenarbeit und Planung gemeinsamer Veranstaltungen mit dem neugegründeten Dachverband für Kinder- und Jugendgremien) 

Handlungsziele  

  • Weitere Gewährleistung eines niedrigschwelligen Zugangs zu bestehenden Formen des Jugendforums; Fortsetzung der Betreuung und Unterstützung durch ausgebildetes Fachpersonal der betreuten Jugendarbeit sowie Beratung durch die PfD bei Projektideen 
  • Innovative Konzepte und interaktive Projekte zur Förderung des Verständnisses für Prozesse der politischen Willensbildung und demokratischen Mitbestimmung ( z.B. Projekttage mit politischen Planspielen  z.B. Nachspielen einer Stadtratsversammlung mit Agendasetting durch die Jugendlichen bzw. Schüler_innen; dazu ist die Einbindung von Lehrern, Vertretern kommunaler Politik und Verwaltung sowie Sozialpädagogen notwendig) 
  • Prüfung und Maßnahmenplanung zur Umsetzung in kommunalen Entscheidungs- und Beteiligungsprozessen (2. Halbjahr) 
  • Bürgerinnen und Bürgern müssen verstärkt politische Bildungs- und Informationsveranstaltungen zugänglich gemacht werden. Lokale Themen müssen mit den derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in der Bundesrepublik in Kontext gebracht werden.  

Um noch gezielter Jugendliche ins Boot zu holen und sie für politische Zusammenhänge zu interessieren, ist die Zusammenarbeit von Lehrern, Sozialpädagogen und Fachkräften aus der Jugendarbeit unabdingbar. Zudem bieten sich Schulfördervereine als Träger für fachlich angeleitete Projekte an, die gezielt der Wertvermittlung und der Fähigkeit zur Reflexion über das eigene Denken und Handeln dienen sollen.

Mittlerziel II.II 
Die Bürgerinnen und Bürger im Wartburgkreis partizipieren an politischen Informationsangeboten, die der Demokratiebildung und Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen dienen. Sie setzen sich auf friedliche, demokratische und  gewaltfreie Art für ihre Belange im Landkreis und innerhalb der Gesellschaft ein. 
 
Handlungsziele 

  • Fortsetzung der Förderung präventiver Kinder- und Jugendarbeit: Durchführung von Projekten zur Schulung und Unterstützung friedfertiger Lösungen / Deeskalation von Konfliktsituationen; Training zu Argumentation und Zivilcourage ( Anti-Mobbing- und Deeskalationstrainings an Schulen durch ausgebildetes Fachpersonal und Sozialarbeiter; Stärkung von Achtung, Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme schon bei den Kleinsten) 
  • Förderung von Projekten, die den Bewohner_innen eine aktive Rolle und Gestaltungsmöglichkeiten ihrer eigenen Belange v.a. im öffentlichen Raum ermöglichen bzw. sie in Kontakt mit ihren Interessenvertretungen bringen. 
  • Politische Gesprächsrunden / „Kamingespräche“ (evtl. in Kooperation mit der  hiesigen Bürgerstiftung), die sich mit dem Zustand unserer Gesellschaft im Hinblick auf gravierende Veränderungen in der politischen Landschaft auseinandersetzen  ( beispielsweise Landtags- oder Bundestagsabgeordnete demokratischer Parteien aus dem Wartburgkreis treffen auf Experten aus Gewerkschaften, Stiftungen oder Bildungsinstituten und diese stellen sich relevanten gesellschaftlichen Themen bzw. diskutieren mit den Bürger_innen, z.B. „Ist unsere Demokratie in Gefahr?“ – unter Berücksichtigung lokaler und regionaler politischer Entwicklungen; Bürger können ihre Fragen stellen)  
  • Förderung und Unterstützung von Projekten, die sich als Gegenangebote zu extremistischen Veranstaltungen positionieren und der Vermittlung demokratischer Grundwerte dienen ( parteiübergreifende und interaktive Informationsveranstaltungen mit filmischen Beiträgen, Vorträgen, Podien und Lesungen, die sich kritisch mit extremistischen, demokratiefeindlichen Einstellungen befassen) 
  • Für 2019 sind im Themenbereich „Soziale und politische Kompetenzerweiterung, Konfliktlösungs- und Deeskalationsstrategien“ ca. 4 Projekte angedacht. 

​​​​​​​Leitziel III 

Es hat sich im Wartburgkreis eine Kultur der Unterstützung und Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements weiterentwickelt und in bestimmten Themenfeldern etabliert. Auch haben sich Netzwerke des Engagements für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit herausgebildet, die ihr Fachwissen bündeln und Projektkooperationen eingehen. 

Mittlerziel III.I 
Anerkennung des bürgerlichen Engagements zugunsten einer ständigen Anpassung und Weiterentwicklung der inhaltlichen Ausrichtung an sich verändernde Problemlagen bzw. Förderschwerpunkte. Hierfür nutzen wir die Erfahrungen aus den bisher geleisteten Projekten und lassen die Kenntnisse über aktuelle – vor allem den Wartburgkreis betreffende – gesellschaftliche und politische Problemlagen in Konzepte für neue Projekte einfließen.  

Handlungsziele 

  • Mithilfe zur Weiterentwicklung und Fortführung von ehrenamtlichen Projekten in Abhängigkeit von den Erfahrungen, Kenntnissen und Zielsetzungen zivilgesellschaftlicher Personen, Vereine und Verbände, die Projekte anstoßen und durchführen 
  • Fortsetzung der qualifizierten Beratung von Projektträgern bei der Konzeption von Projektideen und Unterstützung bei der administrativen Bearbeitung von Projekten durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie 


Mittlerziel III.II 

  • Es existiert ein breit aufgestelltes Netzwerk auf unterschiedlichen Ebenen, das alle Beteiligten in ihrem Engagement unterstützt und als Verbindungsmedium zwischen unterschiedlichen Akteuren dient. 
  • Der Begleitausschuss bildet mit seinen Mitgliedern einen Expertenpool aus unterschiedlichen Bereichen, der neue Projektpartner bzw. Antragsteller berät und in ihrem Engagement mit Expertenwissen unterstützt. Er wirkt als Bindeglied zwischen unterschiedlichen Akteuren und Institutionen und forciert den unmittelbaren Wissensaustausch zwischen den Projektträgern. 
  • Die Lokale Partnerschaft für Demokratie soll als etablierte und bekannte Marke im gesamten Wartburgkreis (wieder-)erkennbar sein und für klare Zielsetzungen im Sinne der Demokratieförderung und Wertevermittlung in vielen gesellschaftlichen Bereichen stehen; sie soll Aktivitäten im Sinne der Demokratieförderung anregen und unterstützen 

 
Handlungsziele  

  • Zusammenarbeit mit bereits existierenden Expertennetzwerken 
  • Integration neuer Projektpartner in das Netzwerk (ggf. Austausch und Zusammenarbeit bei konkreten Projektvorhaben im lokalen Kontext mit entsprechend spezialisierten Z:T-Demokratieberaterinnen; Nutzung derer Expertise) 
  • Begleitung und Steuerung neuer Projektideen im Rahmen der Jugendleiterausbildung als Projektpartner  
  • Erfahrungsaustausch der Projektträger untereinander – beispielsweise im Rahmen der jährlichen Demokratiekonferenz im 3. Quartal. 
  • Reaktivierung bzw. Bildung von Projektpartnerschaften bzw. -patenschaften zur Nutzung von Synergieeffekten und Wissensaustausch 
  • Evaluierung stattgefundener Maßnahmen und Projekte und deren Rückkopplung an bestehende Programmschwerpunkte und ggf. deren Anpassung  
  • Verbesserung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu Zielen und Tätigkeit der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis; Vorstellung einzelner innovativer Projekte in lokalen und regionalen Printmedien (dadurch Bekanntmachung und Gewinnung neuer Projektpartner und Ideen für „Denk bunt im Wartburgkreis“) 
  • Ausbau und stärkere Nutzung von Präsenzmöglichkeiten im Internet, um die Lokale Partnerschaft für Demokratie einem breiteren Publikum bekannt zu machen  
  • Anregung und Durchführung gemeinsamer Demokratiekonferenzen mit anderen Lokalen Partnerschaften für Demokratie    
  • Fortsetzung des Erfahrungsaustausches mit anderen regionalen Partnerschaften im Rahmen regelmäßiger Vernetzungstreffen  

Indikatoren der Zielerreichung 

Projektebene 

  • (Kooperations-)Projekte, die der Herausbildung interkultureller und diversitätsanerkennender Handlungs- und Verhaltenskompetenzen dienen, z.B. in Form von interkulturellen Begegnungsmöglichkeiten, die eine aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen bieten bzw. die im Landkreis vorhandenen bekannt machen; mindestens je Planungsregion (insgesamt 3)  des Wartburgkreises ein Projekt  
  • Niedrigschwellige Informationsveranstaltungen / Podien in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Experten (z.B. von lokalen Bürgerstiftungen, aber auch überregionalen Stiftungen sowie Wissenschaftseinrichtungen), die allen Bürgerinnen und Bürgern im Wartburgkreis offenstehen und die sich mit relevanten gesellschaftlichen Themen und dem Zustand unserer Gesellschaft und der Demokratie befassen (z.B. Diskutieren über Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe; Chancen digitaler Teilhabe und Mitbestimmung; soziale Themen aufgreifen) 
  • Projekte zur Vermittlung politischer Zusammenhänge und Auseinandersetzung mit Normen und Werten unserer Gesellschaft, die sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene richten 
  • Workshops, die Eltern, Lehrer und Schüler_innen gleichermaßen einbeziehen und die sich mit den aktuellen Herausforderungen für eine demokratische und politische Bildung in der Schule beschäftigen (auch hier Experten aus dem Wissenschaftsbetrieb und / oder aus Stiftungen einladen) 
  • Neben regionalen Schwerpunkten bzw. Durchführungsorten ist mindestens ein überregional wirkendes Projekt geplant, dass 
     a) einen größeren Wirkungskreis mit einer heterogenen Zielgruppe erzielt und  
     b) dass das Engagement für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit mit unterschiedlichen Akteuren bündelt und zusammenführt. 
     c) Für den Wartburgkreis sollen künftig auch Projekte in die jährlich stattfindende Stadtfestwoche in Bad Salzungen mit eingebunden werden, so dass bei den Teilnehmer_innen und der Öffentlichkeit ein breiteres Interesse sowie mehr Aufmerksamkeit für die Ziele der Lokalen Partnerschaft für Demokratie und das Landesprogramm „Denk bunt“ mit seinen Inhalten erzeugt wird ( hier bietet sich auch eine eventuelle Kooperation mit dem Kulturverein an, der die Stadtfeste mit organisiert) 
  • Als Zielvorgabe setzt sich die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis somit weiterhin eine größere thematische Bandbreite an Projekten, andererseits sollen Projekte der Demokratiebildung sowie politische Informationsformate künftig mehr ausgebaut werden. Hierfür sollen auch neue Experten und Akteure gewonnen werden. Weiterhin muss die Verteilung von Projekten und Einzelmaßnahmen auf den gesamten Wartburgkreis  als großer Flächenkreis berücksichtigt werden. Es sollten auch ein bis zwei Großprojekte für 2019 angestrebt werden.  

 
Als Obergrenze setzt sich die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis weiterhin 25 Einzelprojekte, da mehr Projekte weder durch die (personellen) Ressourcen der Koordinierungsstellen noch durch die begrenzten (vor allem auch zeitlichen) Kapazitäten potenzieller Projektträger mit ihren ehrenamtlich Tätigen  geleistet werden kann. Als untere Grenze sind nach wie vor 15 Einzelmaßnahmen angepeilt. Je nach zur Verfügung stehender Mittel sollte sich die Anzahl der Einzelprojekte weiterhin dazwischen bewegen.  
 
Dennoch müssen die Qualität und die Zielsetzungen der Projekte in erster Linie ausschlaggebend sein und nicht die Quantität. Eine qualitative Zielerreichung  ergibt sich u.a. aus den Stimmungsbildern innerhalb der Bevölkerung, die durch die vielen kleinen Erfahrungen und Gespräche über das Leben im Wartburgkreis Eingang in die Lokale Partnerschaft finden und sich in der thematischen und zielgruppenspezifischen Ausrichtung von Einzelmaßnahmen niederschlagen. Aber auch die konkrete Evaluierung von Einzelprojekten sollte fortgeführt bzw. konsequenter durchgeführt werden.     
 
Wahrnehmung und Öffentlichkeitsarbeit 

  • Gewinnung neuer Projektpartner für ein Engagement innerhalb der Lokalen Partnerschaft für Demokratie 
  • Stärkere Einbindung bzw. Wahrnehmung der Lokalen Partnerschaft in öffentlichen Verwaltungsstrukturen, dadurch Gewinnung von Experten für neue Projekte  
  • Sollte sich die Lokale Partnerschaft für Demokratie als Marke mit konkreten Zielsetzungen und Inhalten im gesamten Wartburgkreis etablieren, kommen auch neue Verbände und Vereine mit Projektideen und Anliegen auf die PfD zu  folglich wären weniger Initiierungsarbeit bzw. Projektakquise seitens der Koordinierungsstellen notwendig  
  • Qualitative und konzeptuelle Weiterentwicklung der jährlich stattfindenden Demokratiekonferenz  Kooperationen mit anderen Lokalen Partnerschaften und Nutzung der dort vorhandenen Kontakte, Bündelung von fachlichen Kompetenzen  bringt eine effizientere und professionalisierte Planung der Veranstaltung mit sich; so Gewinnung von guten Fachreferenten und Experten aus verschiedenen Institutionen eher möglich, die eine solche Veranstaltung erheblich aufwerten können; dies würde auch die Besucherzahlen, falls die Konferenz öffentlich ist, erhöhen 
  • Präsentation der Lokalen Partnerschaft mit einem Informationsstand bei ausgesuchten Veranstaltungen (z.B. „Tag der Wartburgregion“), die beispielsweise direkt durch den Wartburgkreis organisiert werden – mit dem Ziel, die Lokale Partnerschaft und das Landesprogramm „Denk bunt“  bei der Bevölkerung bekannter zu machen 
  • Professionelle Erstellung einer neuen Webseite, die über die Arbeitsschwerpunkte, Themen und Projekte der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis informiert und somit potenzielle neue Projetträger anspricht 

 
Netzwerke und Strukturen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie 

  • Ausbau bzw. weitere Streuung von Betätigungen und Beteiligungen der engagierten Personen und Akteure im Betätigungsumfeld der PfD (z.B. Mitglieder des Begleitausschusses) im Wartburgkreis Erweiterte Palette von Durchführungsorten, v.a. in kleineren oder Randgebieten 
  • Ausbau bestehender Netzwerke bzw. bessere Einbindung zum Teil noch unabhängig voneinander agierender Personen bzw. engagierter Handlungsträger Bildung von Kooperationen zur Projektdurchführung, muss bereits im Antragsverfahren formuliert werden („Kooperationspartner“) 
  • Gewinnung neuer Personen bzw. Experten (auf der Basis ihrer beruflichen Erfahrungen und fachlichen Kompetenzen) für das Betätigungsumfeld der PfD z.B. neue Mitglieder für die Arbeit im Begleitausschuss 

Qualifizierung und Schulung 

  • Vermittlung und Inanspruchnahme von angebotenen Seminaren und Fortbildungen – vor allem durch das Landesprogramm „Denk bunt“ organisierte, sowohl seitens ausgewählter BgA-Mitglieder selbst (mindestens 1 Schulung pro Jahr) als auch von anderen beteiligten und durch die PfD geförderten Akteure (Schulen, Verwaltung, Ansprechpartner engagierter Vereine und Verbände) 

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