Ziele

Bunt ist keine Farbe,
bunt ist das Leben!

Leitziel I

Im Wartburgkreis lebt eine TOLERANTE, VIELFÄLTIGE und DEMOKRATISCHE ZIVILGESELLSCHAFT.

Mittlerziel I.I: AKTEURE DER ZIVILGESELLSCHAFT, die sich für die Vermittlung demokratischer Werte engagieren, Vorurteilen entgegenwirken und für eine vielfältige Gesellschaft in ihren unterschiedlichen Lebensweisen eintreten werden unterstützt und gefördert.

Handlungsziele

  • Erhalt und Ausbau der Pluralität der Projektträger.
  • Förderung von Projekten, die verschiedene Bevölkerungs- und Altersgruppen sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenführen und einen Perspektivwechsel ermöglichen,
  • Förderung von soziokulturellen Jugendprojekten, mit dem Ziel der Demokratiebildung, Wertevermittlung und der Stärkung demokratischer Kompetenzen
  • Förderung, Austausch und Etablierung der Jugendforen und Jugendbeteiligungsgremien im Wartburgkreis

AUF DIESER GRUNDLAGE SOLLEN DAHER IM FÖRDERJAHR 2020 MINDESTENS 4 PROJEKTE UMGESETZT WERDEN.

Mittlerziel I.II: PRÄVENTION VON DEMOKRATIEFEINDLICHEN EINSTELLUNGEN wird – gerade bei jungen Erwachsenen – aktiv gefördert. Die Zivilgesellschaft ist für die unterschiedlichen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie Aufklärung über extremistische und demokratiefeindliche Tendenzen sensibilisiert. Demokratiefeindliche Entwicklungen werden frühzeitig erkannt und bearbeitet.

Handlungsziele

  • Umsetzung von präventiven Projekten in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Experten, die Aufklärungsarbeit über verschiedene Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit leisten,
  • An Schulen werden engagierte Lehrer*innen, bei der Umsetzung und Initiierung von Projekttage im Themenbereich aktiv unterstützt,
  • Ausstellungen / Informationsveranstaltungen und Workshops von Projekten, die fachlich-qualifiziert über die Inhalte, Methodik und Vorgehensweisen extremer Gruppen aufklären
  • historisch-politischer Aufklärungsarbeit v.a. im lokalen Kontext als Erinnerungskultur

AUF DIESER GRUNDLAGE SOLLEN DAHER IM FÖRDERJAHR 2020 MINDESTENS 4 PROJEKTE UMGESETZT WERDEN

Leitziel II

Bewohner*innen des Landkreises partizipieren auf friedliche und respektvolle Art und Weise an der Ausgestaltung ihrer Lebensbereiche. Sie entwickeln und erproben innovative Ansätze POLITISCHER BETEILIGUNG im Wartburgkreis.

Mittlerziel II.I: WEITERENTWICKLUNG DEMOKRATISCHER ERFAHRUNGSRÄUME JUNGER MENSCHEN.  Etablierung einer beteiligungsorientierten Alltagskultur und Unterstützung des Jugendforums als Gremium zur Interessenvertretung der Jugendlichen;

Handlungsziele

  • Gewährleistung eines niedrigschwelligen Zugangs zu bestehenden Formen des Jugendforums; Fortsetzung der Betreuung und Unterstützung durch ausgebildetes Fachpersonal der betreuten Jugendarbeit sowie Beratung durch die Koordinierungsstellen bei Projektideen
  • Umsetzung innovativer und interaktiver Projekte zur Förderung des Verständnisses für Prozesse der politischen Willensbildung und demokratischen Mitbestimmung;
  • Unterstützung der (Weiter-)Entwicklung und Implementierung kommunaler Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen (z.B. „Jugendgemeinderat“) sowie deren Einbindung in bestehende lokale und kommunale Beteiligungsstrukturen
  • Prüfung und Maßnahmenplanung zur Umsetzung in kommunalen Entscheidungs- und Beteiligungsprozessen

AUF DIESER GRUNDLAGE SOLLEN IM FÖRDERJAHR 2020 MIND. 2 PROJEKT IM AKTIONS&INITIATIVFONDS UNDMIND. 3 PROJEKTE IM JUGENDFONDS UMGESETZT WERDEN

Mittlerziel II.II: Bürger*innen des Wartburgkreises partizipieren an POLITISCHEN INFORMATIONSANGEBOTEN, die der Demokratiebildung und Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen dienen. Sie setzen sich auf friedliche, demokratische und  gewaltfreie Art für ihre Belange im Landkreis und innerhalb der Gesellschaft ein.

Handlungsziele

  • Fortsetzung der Förderung präventiver Kinder- und Jugendarbeit: Durchführung von Projekten zur Schulung und Unterstützung friedfertiger Lösungen
  • Förderung von Projekten, die den Bewohner*innen eine aktive Rolle und Gestaltungsmöglichkeiten ihrer eigenen Belange v.a. im öffentlichen Raum ermöglichen bzw. sie in Kontakt mit ihren Interessenvertretungen bringen.
  • Politische Gesprächsrunden / „Kamingespräche“ / Podiumsdiskussionen
  • Förderung und Unterstützung von Projekten, die sich als Gegenangebote zu extremistischen Veranstaltungen positionieren und der Vermittlung demokratischer Grundwerte dienen

AUF DIESER GRUNDLAGE SOLLEN DAHER IM FÖRDERJAHR 2020 MINDESTENS 4 PROJEKTE UMGESETZT WERDE

Leitziel III

Im Wartburgkreis lebt eine Kultur der Unterstützung und Wertschätzung zivilgesellschaftlichen Engagements. Es existieren Netzwerke für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit, die ihr Fachwissen bündeln und Projektkooperationen eingehen.

Mittlerziel III.I: FORTLAUFENDE ANPASSUNG UND WEITERENTWICKLUNG DER INHALTLICHEN AUSRICHTUNG an sich verändernde Problemlagen durch Anerkennung und Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements. Hierfür werden die Erfahrungen aus den bisher geleisteten Projekten genutzt und die Kenntnisse über aktuelle – vor allem den Wartburgkreis betreffende – gesellschaftliche und politische Problemlagen in Konzepte berücksichtigt.

Handlungsziele

  • Mithilfe zur Weiterentwicklung und Fortführung von ehrenamtlichen Projekten in Abhängigkeit von den Erfahrungen, Kenntnissen und Zielsetzungen zivilgesellschaftlicher Personen, Vereine und Verbände, die Projekte anstoßen und durchführen
  • Fortsetzung der qualifizierten Beratung von Projektträgern bei der Konzeption von Projektideen und Unterstützung bei der administrativen Bearbeitung von Projekten durch die Partnerschaft für Demokratie
  • Bildung von Projektpatenschaften zur Nutzung von Synergieeffekten, Evaluation und Wissensaustausch; Evaluierung stattgefundener Maßnahmen
  • Sicherstellung des  Erfahrungsaustausches der Projektträger(bspw. im Rahmen der jährlichen Demokratiekonferenz im 3. Quartal).

Mittlerziel III.II: Es existiert ein breit aufgestelltes NETZWERK AUF UNTERSCHIEDLICHEN EBENEN, das alle Beteiligten in ihrem Engagement unterstützt und als Verbindungsmedium zwischen unterschiedlichen Akteuren dient.

Handlungsziele

  • Zusammenarbeit mit bereits existierenden Expertennetzwerken wird weiter ausgebaut, Neue Projektpartner werden in das Netzwerk kontinuierlich integriert
  • Der Begleitausschuss bildet mit seinen Mitgliedern einen Expertenpool aus unterschiedlichen Bereichen, der neue Projektpartner bzw. Antragsteller berät und in ihrem Engagement mit Expertenwissen unterstützt. Er wirkt als Bindeglied zwischen unterschiedlichen Akteuren und Institutionen und forciert den unmittelbaren Wissensaustausch zwischen den Projektträgern.
  • „Denk bunt im Wartburgkreis“ ist als etablierte und bekannte Marke im Wartburgkreis (wieder-)erkennbar  und für klare Zielsetzungen im Sinne der Demokratieförderung und Wertevermittlung in vielen gesellschaftlichen Bereichen bekannt
  • Öffentlichkeitsarbeit zu Zielen und Tätigkeit der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis wird kontinuierlich ausgebaut;
  • regelmäßige Vernetzung  mit anderen regionalen Partnerschaften

Indikatoren der Zielerreichung 

Projektebene

  • (Kooperations-)Projekte, die der Herausbildung interkultureller und diversitätsanerkennender Handlungs- und Verhaltenskompetenzen dienen, z.B. in Form von interkulturellen Begegnungsmöglichkeiten, die eine aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen bieten bzw. die im Landkreis vorhandenen bekannt machen; mindestens je Planungsregion (insgesamt 3)  des Wartburgkreises ein Projekt
  • Niedrigschwellige Informationsveranstaltungen / Podien in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Experten (z.B. von lokalen Bürgerstiftungen, aber auch überregionalen Stiftungen sowie Wissenschaftseinrichtungen), die allen Bürgerinnen und Bürgern im Wartburgkreis offenstehen und die sich mit relevanten gesellschaftlichen Themen und dem Zustand unserer Gesellschaft und der Demokratie befassen (z.B. Diskutieren über Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe; Chancen digitaler Teilhabe und Mitbestimmung; soziale Themen aufgreifen)
  • Projekte zur Vermittlung politischer Zusammenhänge und Auseinandersetzung mit Normen und Werten unserer Gesellschaft, die sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene richten
  • Workshops, die Eltern, Lehrer und Schüler_innen gleichermaßen einbeziehen und die sich mit den aktuellen Herausforderungen für eine demokratische und politische Bildung in der Schule beschäftigen (auch hier Experten aus dem Wissenschaftsbetrieb und / oder aus Stiftungen einladen)
  • Neben regionalen Schwerpunkten bzw. Durchführungsorten ist mindestens ein überregional wirkendes Projekt geplant, dass
  1. einen größeren Wirkungskreis mit einer heterogenen Zielgruppe erzielt und
  2. dass das Engagement für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit mit unterschiedlichen Akteuren bündelt und zusammenführt.
  3. Für den Wartburgkreis sollen künftig auch Projekte in die jährlich stattfindende Stadtfestwoche in Bad Salzungen mit eingebunden werden, so dass bei den Teilnehmer*innen und der Öffentlichkeit ein breiteres Interesse sowie mehr Aufmerksamkeit für die Ziele der Lokalen Partnerschaft für Demokratie und das Landesprogramm „Denk bunt“ mit seinen Inhalten erzeugt wird (à hier bietet sich auch eine eventuelle Kooperation mit dem Kulturverein an, der die Stadtfeste mit organisiert)

Als Zielvorgabe setzt sich die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis somit weiterhin eine größere thematische Bandbreite an Projekten, andererseits sollen Projekte der Demokratiebildung sowie politische Informationsformate künftig mehr ausgebaut werden. Hierfür sollen auch neue Experten und Akteure gewonnen werden. Weiterhin muss die Verteilung von Projekten und Einzelmaßnahmen auf den gesamten Wartburgkreis  als großer Flächenkreis berücksichtigt werden. Es sollten auch ein bis zwei Großprojekte für 2020 angestrebt werden.

Als Obergrenze setzt sich die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis weiterhin 25 Einzelprojekte, da mehr Projekte weder durch die (personellen) Ressourcen der Koordinierungsstellen noch durch die begrenzten (vor allem auch zeitlichen) Kapazitäten potenzieller Projektträger mit ihren ehrenamtlich Tätigen  geleistet werden kann. Als untere Grenze sind nach wie vor 15 Einzelmaßnahmen angepeilt. Je nach zur Verfügung stehender Mittel sollte sich die Anzahl der Einzelprojekte weiterhin dazwischen bewegen.

Dennoch müssen die Qualität und die Zielsetzungen der Projekte in erster Linie ausschlaggebend sein und nicht die Quantität. Eine qualitative Zielerreichung  ergibt sich u.a. aus den Stimmungsbildern innerhalb der Bevölkerung, die durch die vielen kleinen Erfahrungen und Gespräche über das Leben im Wartburgkreis Eingang in die Lokale Partnerschaft finden und sich in der thematischen und zielgruppenspezifischen Ausrichtung von Einzelmaßnahmen niederschlagen. Aber auch die konkrete Evaluierung von Einzelprojekten sollte fortgeführt bzw. konsequenter durchgeführt werden.   

Wahrnehmung und Öffentlichkeitsarbeit

  • Gewinnung neuer Projektpartner für ein Engagement innerhalb der Lokalen Partnerschaft für Demokratie
  • Stärkere Einbindung bzw. Wahrnehmung der Lokalen Partnerschaft in öffentlichen Verwaltungsstrukturen, dadurch Gewinnung von Experten für neue Projekte
  • Sollte sich die Lokale Partnerschaft für Demokratie als Marke mit konkreten Zielsetzungen und Inhalten im gesamten Wartburgkreis etablieren, kommen auch neue Verbände und Vereine mit Projektideen und Anliegen auf die PfD zu à folglich wären weniger Initiierungsarbeit bzw. Projektakquise seitens der Koordinierungsstellen notwendig
  • Qualitative und konzeptuelle Weiterentwicklung der jährlich stattfindenden Demokratiekonferenz à Kooperationen mit anderen Lokalen Partnerschaften und Nutzung der dort vorhandenen Kontakte, Bündelung von fachlichen Kompetenzen à bringt eine effizientere und professionalisierte Planung der Veranstaltung mit sich; so Gewinnung von guten Fachreferenten und Experten aus verschiedenen Institutionen eher möglich, die eine solche Veranstaltung erheblich aufwerten können; dies würde auch die Besucherzahlen, falls die Konferenz öffentlich ist, erhöhen
  • Präsentation der Lokalen Partnerschaft mit einem Informationsstand bei ausgesuchten Veranstaltungen (z.B. „Tag der Wartburgregion“), die beispielsweise direkt durch den Wartburgkreis organisiert werden – mit dem Ziel, die Lokale Partnerschaft und das Landesprogramm „Denk bunt“  bei der Bevölkerung bekannter zu machen
  • Professionelle Erstellung einer neuen Webseite, die über die Arbeitsschwerpunkte, Themen und Projekte der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Wartburgkreis informiert und somit potenzielle neue Projetträger anspricht

Netzwerke und Strukturen der Partnerschaft für Demokratie

  • Ausbau bzw. weitere Streuung von Betätigungen und Beteiligungen der engagierten Personen und Akteure im Betätigungsumfeld der PfD (z.B. Mitglieder des Begleitausschusses) im Wartburgkreis Erweiterte Palette von Durchführungsorten, v.a. in kleineren oder Randgebieten
  • Ausbau bestehender Netzwerke bzw. bessere Einbindung zum Teil noch unabhängig voneinander agierender Personen bzw. engagierter Handlungsträger àBildung von Kooperationen zur Projektdurchführung, muss bereits im Antragsverfahren formuliert werden („Kooperationspartner“)
  • Gewinnung neuer Personen bzw. Experten (auf der Basis ihrer beruflichen Erfahrungen und fachlichen Kompetenzen) für das Betätigungsumfeld der PfD àz.B. neue Mitglieder für die Arbeit im Begleitausschuss

Qualifizierung und Schulung

  • Vermittlung und Inanspruchnahme von angebotenen Seminaren und Fortbildungen – vor allem durch das Landesprogramm „Denk bunt“ organisierte, sowohl seitens ausgewählter BgA-Mitglieder selbst (mindestens 1 Schulung pro Jahr) als auch von anderen beteiligten und durch die PfD geförderten Akteure (Schulen, Verwaltung, Ansprechpartner engagierter Vereine und Verbände)

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